eVorgang Projektplanung

Entscheidungen, Annahmen, Risiken

Was entschieden ist, was bis zur Klärung angenommen wird und welche Risiken die Planung trägt. Neue Entscheidungen werden hier mit Datum nachgetragen.

Entschieden am 4. Oktober 2026

FrageEntscheidungFolge
Mailsystem der Funktionspostfächeralle Varianten, je Postfach in der Verwaltung eingestelltAdapter für Microsoft Graph und IMAP, Zugangsdaten und Verbindungstest je Postfach
AnmeldungSSO und eigene Konten, beides in der VerwaltungSAML und OIDC je Mandant als eCore-Minor, lokale Konten daneben; LDAP nur mit gesicherter Verbindung zum Kunden
DMS oder E-Aktekeins vorhanden, die App ist die Ablagevollwertige Ablage schon im MVP: Versionen, Aufbewahrung, Suche, Aktenexport, geprobte Wiederherstellung
Signaturniveaumeist einfache elektronische Signatur, qualifiziert nur im EinzelfallStandardweg ohne Vertrauensdiensteanbieter; qualifizierte Signatur als Erweiterung
Vergaberechtnoch offenVerfahrensarten, Wertgrenzen, Pflichtfelder sind Konfiguration, nichts davon im Code
Betriebeigener Server des Kunden → begleiteter Abobetrieb als SaaS, gehostet von calhelp (René, 5. Oktober), weiter in Docker-Containernmandantenfähig von Anfang an, Rechenzentrum in Deutschland, der Kunde stellt keinen Server; Plattform-Verwaltung und Abo aus eCore; dedizierte Instanz aus denselben Images als Option
ArbeitsflächeeCore braucht neben der App-Form einen Desktop-Modus mit deutlich mehr Arbeitsfläche (René, 4. Oktober abends)eCore-Minor in Etappe 1: Arbeitsplatz-Gerüst, geteilte Ansicht, Datentabelle; ein Quelltext für beide Formen
EntwicklungsweiseKI-gestützt: Coding-Agenten bauen, ein Mensch steuert und prüft; die Planung richtet sich nicht nach menschlichem Entwicklungstempo (René, 4. Oktober spät)Fachmodule werden parallel gebaut, sobald die Verträge des Kerns stehen; den Takt der Einführung geben Entscheidungen und Abnahmen des Dezernats
Vorgehenlogisch aufbauen: Kern, dann MVP, dann erweiternEtappen wie unter Umsetzungsreihenfolge

Entschieden am 9. Oktober 2026

Zeichnung startet im Signaturmodul; kein Report-Runner und kein Siegel in Etappe 4. Drei Abweichungen von der Kernarchitektur, wie sie Etappe 4 gebaut hat.

FrageEntscheidungWarum
Wer rendert PDFsder PdfRenderer von eCore mit Gotenberg im Container pdf, nicht der Report-Runner aus calServer; Zusammenfügen und Stempel mit qpdf im api-Imagekeine zweite Laufzeit neben Laravel, und die Mandantentrennung bleibt im eigenen Stack: der Wandler bekommt je Aufruf nur ein Dokument eines Mandanten, im internen Netz ohne JavaScript
Wo eine Zeichnung beginntim Signaturmodul; es liest das Dokument über den Vertrag CaseDocumentStore und meldet DocumentSubmittedForSignatureso weiß das Dokumentmodul nichts vom Zeichnen: es sperrt und gibt frei, wenn ein Ereignis es sagt, und kennt weder Regeln noch Läufe
Siegel in Etappe 4keins; die Ausfertigung mit Zeichnungsprotokoll und Hash ist eine einfache elektronische Signatur nach Art. 3 Nr. 10 eIDASder Standardweg braucht kein Siegel (Signaturniveau oben); qualifizierte Signatur und Siegel kommen in Etappe 7

Entschieden am 10. Oktober 2026

Gegenzeichnung im selben Lauf, Ausfertigung ohne Siegel. Wie Etappe 5 gebaut ist und wo sie vom Plan abweicht.

FrageEntscheidungWarum
Wo die Externen stehenim Zeichnungslauf, als letzte Stufe nach der internen Zeichnung; eingetragen beim Start, höchstens dreiso gilt die Zeichnung des Partners genau der Fassung und dem Hash, den intern alle gezeichnet haben, und die Ausfertigung entsteht erst, wenn alle gezeichnet haben
Wie Externe sich ausweisenEinmal-Link mit 256 Bit im Fragment, auf Wunsch ein Code per Mail; gezeichnet wird mit eingetipptem Nameneinfache elektronische Signatur wie intern; der Code belegt das Postfach, wenn ein Link weitergeleitet wird
Ausfertigung in Etappe 5wie in Etappe 4: PDF mit Zeichnungsprotokoll und Hash, ohne Siegel und ohne PDF/ASiegel und qualifizierte Signatur kommen mit Etappe 7; bis dahin trägt das Protokoll in der Akte den Nachweis
Mandanten ohne MailversandEinstellung „Link in der Oberfläche zeigen“: beim erneuten Senden erscheint der neue Link einmal zum Kopieren; voreingestellt ausder Testserver verschickt keine Mail; wer den Link sieht, kann ihn weitergeben, deshalb nur bewusst einschalten
Erinnerung und AblaufLink gilt 1 bis 60 Tage (Vorgabe 14), Erinnerung nach 0 bis 30 Tagen (Vorgabe 3), höchstens dreimal; ein abgelaufener Link meldet sich bei der Person, die gestartet hateinstellbar je Mandant, weil Partner unterschiedlich schnell antworten

Vertragsregister (Etappe 6)

Ein Vertrag hängt an einer Akte, seine Fristen führt der Kern. Wie Etappe 6 gebaut ist und welche Annahmen bis zur Klärung mit dem Dezernat gelten.

FrageEntscheidungWarum
Wo ein Vertrag stehtimmer an genau einer Akte; aus einer Ausfertigung entsteht ein Entwurf „zu erfassen“, den ein Mensch ergänzt und in Kraft setzteine Vorgangsakte (Regel 11); lieber ein Entwurf zu viel, den jemand verwirft, als ein Vertrag, dessen Kündigungsfrist niemand kennt
Kündigungsfristgilt zum Vertragsende: „Kündigen bis“ ist Ende minus Frist, in Tagen, Wochen oder Monaten; Sonderformen wie „zum Quartalsende“ kommen später als eigene Einheit (Annahme)der häufigste Fall in Dienstleistungs- und Wartungsverträgen; eine Sonderform verbiegt sonst die Rechnung für alle
Erinnerung„Kündigen bis“ und „Vertragsende“ sind Fristen des Kerns an der Akte; der Vorlauf kommt aus der Vertragsart (Vorgabe 30 Tage), erinnert und eskaliert der Fristenjobeine Stelle für alle Fristen, auch in „Mein Tag“; das Register zeigt nur, was der Kern führt
Automatische Verlängerungtäglich um 5:15 Uhr, vor dem Fristenjob: ein Vertrag in Kraft mit Verlängerung, dessen Ende gestern oder früher war, läuft um seine Monate weiter, bis das Ende in der Zukunft liegt; die Fristen ziehen mit (Annahme)wer nicht gekündigt hat, ist weiter gebunden; der Fristenjob sieht danach schon das neue Ende
Meldung bei VerlängerungEintrag in der Zeitleiste und im Protokoll; die zuständige Person erfährt es über ihre verschobene Frist „Kündigen bis“, keine eigene Mail (Annahme)die nächste Entscheidung ist die Kündigung, und an die erinnert der Fristenjob ohnehin
Ende ohne Verlängerungein gekündigter Vertrag oder einer ohne Verlängerung endet mit seinem Ende; als Tag des Endes gilt sein Ende, nicht der Tag des Laufsdas Register soll zeigen, wann der Vertrag endete, nicht wann der Server es bemerkte
Import der BestandsverträgeCSV in der Verwaltung (nur Rolle Verwaltung): erst prüfen, dann übernehmen, alles oder nichts; Befunde aller Zeilen auf einmal mit Zeile und Spalte; je Vertrag eine neue Akte der gewählten Vorgangsart oder alle in eine Akte per Aktenzeichen (Annahme)ein Bestand kommt meist aus einer Excel-Liste; eine halb übernommene Liste wäre schlimmer als keine, und ein Vertrag braucht eine Akte
Partner und Personen im Importein Partner wird verknüpft, wenn genau einer im Verzeichnis so heißt, sonst frei eingetragen; die zuständige Person über die E-Mail-Adresse ihres Kontos; eine Vertragsart bringt ihre Vorgaben für Frist und Verlängerung mitNamen in Altlisten sind selten eindeutig; lieber frei eingetragen als dem falschen Partner zugeordnet
Vertragsart der Akte und des Registersdie Zeichnungsregeln lesen die Vertragsart aus einem Auswahlfeld der Akte, das Register führt eigene Arten mit Vorlauf, Frist und Verlängerung; unter Vertragsarten wählt die Verwaltung dasselbe Feld, und eine Art mit gleichem Namen gilt als dieselbe; ein Entwurf aus einer Ausfertigung bekommt sie samt Vorgaben, ein neuer Vertrag an der Akte bekommt sie vorgeschlagen; ein Wert ohne gleichnamige Art lässt die Art leerdie Zeichnungsregeln prüfen schon vor jedem Vertrag, und ein Fachmodul kennt das andere nicht (Regel 12); eine Brücke über den Namen hält beide Seiten bei einer Wahrheit, ohne dass eines die Tabellen des anderen liest
Wer Verträge siehtwer die Akte sieht; die Verwaltung sieht alle (Annahme)dieselbe Regel wie für jede Akte, kein zweites Rechtemodell
Aussonderungeine Akte mit laufendem Vertrag wird nicht ausgesondert; beendete Verträge gehen mit der Akte (Annahme)ein laufender Vertrag braucht seine Akte noch

Einarbeitungsassistent

FrageEntscheidungWarum
Woher der Assistent seine Schritte hatjedes Modul meldet seine Schritte über einen eigenen Vertrag des Kerns (AssistantSteps); der Kern ordnet sie nach den Phasen der Vorgangsart und zeigt den Schritt eines Moduls nur, wenn dessen Capability freigeschaltet istder Kern kennt die Fachmodule nicht (Regel 12), und ein Modul, das die eigene Freischaltung vergäße, zeigte sonst Schritte, die mit 403 enden
Was „bereit“ heißtein Übergang ist bereit, wenn die Pflichtfelder der Zielphase gefüllt sind und kein Wächter widerspricht; der Probelauf nutzt dieselbe Prüfung wie der Klick, ohne Sperre, Protokoll oder Ereignis; fehlende Felder und Einwand stehen nebeneinanderder Assistent darf nie anders urteilen als der Knopf, und wer beides auf einmal sieht, muss nicht zweimal klicken
Fortschrittnichts gespeichert; ob ein Schritt erledigt ist, liest jedes Modul aus seinem Bestand, und Warten ist ein eigener Zustandeine zweite Wahrheit neben Phase und Bestand liefe auseinander, sobald jemand an der Akte vorbei arbeitet
Freischaltungeigene Capability assistent, voreingestellt aus; der Lesepunkt antwortet nach den Rechten der Akte, eine Akte außer Sicht ist 404die Akte funktioniert ohne Assistent wie bisher; dieselbe Sichtregel wie überall, kein zweites Rechtemodell

Annahmen bis zur Klärung

Offene FrageAnnahmewird geklärt in
Wer zeichnet, ab welchem BetragZeichnungsregeln als Einstellung nach Betrag und Vertragsart; Werte aus dem WorkshopEtappe 0
Finanzbuchhaltungspätere Schnittstelle über E-Rechnung und Bestelldaten, Adapter nach Wahl des SystemsEtappe 0, gebaut in Etappe 7
Geltendes VergaberechtBeispielregelwerk zum Start, rechtlich zu prüfenEtappe 0
Vertragsarten mit SchriftformKlärung durch die Rechtsabteilung (abgeleitet, nicht geprüft)Etappe 0
Rechenzentrum der PlattformAnbieter in Deutschland nach Wahl von calhelp, Entwicklung wie bisher bei Hetznervor Etappe 2
Nachweise für Kunden aus dem öffentlichen BereichAuftragsverarbeitung und Standort Deutschland reichen für den Start; BSI C5 oder ISO 27001 nach Bedarf der KundenEtappe 0
Lokales Exchange beim KundenAbruf per IMAP über TLS aus dem Internet oder über ein Gateway beim KundenEtappe 0
Name der AnwendungArbeitstitel eVorgangjederzeit

Risiken

RisikoGegenmaßnahme
App als einzige Ablage trägt Aufbewahrung, Sicherung und Revisionssicherheit selbstAblage im MVP, Wiederherstellung je Mandant vor dem Produktivstart proben, Aufbewahrungsfristen in Etappe 0 festlegen, Datenübergabe bei Vertragsende festlegen
Graph und IMAP verhalten sich bei Ordnern, Lesestatus und Anhängen unterschiedlicheine gemeinsame Schnittstelle, je Variante ein Testpostfach
Envelope-Verschlüsselung verhindert Volltextsuchenur Personenbezogenes verschlüsseln, Geschäftsdaten als Klartext mit Rechten schützen
Desktop-Modus verdoppelt die Oberflächekeine zweite Seite je Ansicht: Bausteine ordnen sich nach Breite an; Browser-Tests in drei Breiten
Desktop-Modus verändert andere eCore-Hüllennur eingeschaltet, wenn eine Hülle ihn beim Gerüst anmeldet; additiv innerhalb der Hauptversion
eforms-Oberflächen passen nicht zum eCore-StilBackend portieren, Oberfläche neu
calServer-Module hängen am V1-Schemanur Muster übernehmen, Java-Dienste als Container
CSC-Adapter in Seal nur gegen Attrappe getesteterst mit der Erweiterung bei einem echten Anbieter erproben
Review wird zum Engpass, wenn Agenten mehr liefern, als ein Mensch prüfen kannPakete klein und einzeln prüfbar schneiden, Grundprüfung automatisieren, Bauströme nach Prüfkapazität begrenzen statt nach Bautempo
Agenten schreiben plausible, aber fachlich falsche Regeln (Vergabe, Fristen, Zeichnung)Fachregeln als Konfiguration, nicht im Code; Abnahmekriterien des Dezernats als Tests; Abnahme am echten Vorgang
Gebaut wird schneller, als entschieden wirdoffene Fragen früh klären; was an offenen Entscheidungen hängt, bleibt einstellbar oder wartet
Ein Fehler im Mandanten-Scope zeigt Daten eines Kunden einem anderenIsolation als Pflichttest je Endpunkt und als eigene Testreihe; Schlüssel und Ablage je Mandant, damit auch ein Lesefehler nichts im Klartext liefert
Kunden aus dem öffentlichen Bereich verlangen Nachweise, die ein kleiner Anbieter erst aufbauen mussAnforderungen in Etappe 0 erheben; dedizierte Instanz als Rückfall
Lokales Exchange ist aus dem Internet nicht erreichbarGateway beim Kunden oder Weiterleitung der Funktionspostfächer; früh klären
Siegel und Signatur brauchen eine Identität je KundeSiegelzertifikat je Mandant in seal; bis dahin Siegel von calhelp nur als Integritätsnachweis, nicht als Erklärung des Kunden
Rechte am Code, LGPL-Komponentenintern klären; LGPL-Komponenten bleiben eigene Dienste

Grundlagen